Museen & Sehenswürdigkeiten

 

Aktuell

Drei Sonderausstellungen im Museum Rennsteig und Mee(h)r:

Johann und seine Weiber baden heute

Ölgemälde aus der Sammlung Familie Holtz (Nachfahren der Rittergutsbesitzer Burg Blankenberg)

Zinnfigurenausstellung von Peter Stöhr aus Lobenstein

Details

 

 

Burgruine Blankenberg

 

 

 

 

Von den benachbarten Ortsteilen aus ist das hoch gelegene Blankenberg gut zu erkennen. Wo der Ort über der Saale aufragt, fand sich einst eine Burg. Die Überreste dieser Festung sind bis heute erhalten, dank dem Engagement der Einwohner Blankenbergs und der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalschutz.

Die Burg, im Volksmund auch das „Alte Schloss“ genannt, stammte aus der Zeit des Hochmittelalters und war als Höhenburg auf einem Felssporn angelegt worden. Ihre Erbauer waren vermutlich die gleichnamigen Herren von Blankenberg, die für 1191 erstmals urkundliche bezeugt wurden. Die Familie von Blankenberg waren zwischenzeitlich auch die Herren der Rittergüter Blankenstein, Harra und Kießling.

Im 18. Jahrhundert wurde der Bau um einen Zugang über eine große Treppe aus dem Norden erweitert. In diesem Zustand verblieb der Bau bis 1948. Auf Anordnung der sowjetischen Militäradministration nach Befehl 209 wurde die Anlage gesprengt. Kurz vor der Zerstörung der Burg beherbergte sie eine Arztpraxis und diente der Unterbringung von Arbeitern des Ritterguts. Heute sind die Überreste der Burganlage wieder erkennbar und das Gelände frei begehbar. Im Kellergewölbe der Burg findet sich eine Mineralienausstellung. Eine Rekonstruktion des Bauwerks ist zu sehen.

 

 

Museum Rennsteig und Mee(h)r

 

 

 

 

Das Museum Rennsteig und Mee(h)r liegt im Ortsteil Blankenstein, am Eingang zur Zellstoff und Papierfarbik Rosenthal. Thematisch widmet sich das Museum einer Bandbreite historischer Angelegenheiten. Dem Besucher wird die Entwicklung der Region vom Mittelalter bis in unsere Gegenwart vermittelt. Schwerpunkte liegen vor allen auf der Gemeindegeschichte, der Industriegeschichte und der innerdeutschen Teilung, welche untrennbar miteinander verbunden sind. Hierbei ist das Museumsgebäude selbst ein historisches Artefakt.

Es liegt nicht nur am Eingang der Papierfabrik, sondern ist eines von nur drei bis heute bestehenden Bauwerken aus der Entstehungszeit der Fabrik. Die anderen beiden Gebäude dieser Art sind die Villa des Fabrikgründers Gotthelf Anton Wiede und die alte Schlosserei, auf dem Betriebsgelände. Dadurch ist das Museumsgebäude selbst Zeitzeuge der historischen Entwicklung vor Ort. Ein Umstand den man auch an Hand der über die Jahre wechselnden Funktionen des Hauses erkennen kann. Ursprünglich um 1910 herum als Papierlager gebaut, wurde es bis 1926 zur Poststation Blankensteins und gleichzeitig Pförtnerhaus. Nach dem Krieg wechselte die Nutzung hin zum Wohnhaus und bis zur Wende beherbergte das Gebäude zusätzlich eine Anwaltskanzlei. Zuletzt diente ein einzelner, unrenovierter Raum als kleines Firmenmuseum.

 

  

Heimatmuseum Harra

 

 

 

Das Heimatmuseum Harra liegt in einem gutbürgerlichen Haus inmitten des Ortsteils. 1796 erbaut, ist das Gebäude, welches heute das Heimatmuseum beherbergt, selbst eines der ältesten Ausstellungsstücke. Im Jahr 1997 erwarb die Gemeinde Harra das geschichtsträchtige Haus. Ein Jahr später wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Der im März 1998 gegründete Heimatverein begann mit der aufwändigen Renovierung des Hauses. Am 1. April 2000 konnte das Heimatmuseum schließlich eröffnet werden. Ziel der Renovierung war es den historischen Charakter der Räume zu erhalten und ihre verschiedenen Nutzungen herauszuarbeiten. Damit sie auch in Zukunft dem Besucher einen Blick in die Vergangenheit Harras bieten. Thematisch bieten die verschiedenen Räumlichkeiten Fenster in die Vergangenheit des Hauses und des Ortes. So finden sich im Heimatmuseum die Wohn- und Arbeitsräume seiner ehemaligen Bewohner. Unter diesen, ist der verdiente Kunsthandwerker Mechanikus Horn, sicherlich der bekannteste. Ebenfalls zu besichtigen gibt es einen Kolonialwarenladen aus den 1930er Jahren, dessen Handelsgüter ihren Absatz unter den Bewohnern Harras und der Nachbarorte fanden.

Der Keller des Gebäudes ist der Präsentation regionaler Mineralien gewidmet. Dabei sind die geologischen Besonderheiten der Region, ein Thema, dass sich noch in anderen kulturellen Angeboten der Gemeinde Rosenthal am Rennsteig wiederfindet. Darüber hinaus bietet die „Hutzenstube“ des Heimatmuseums den Besuchern zu verschiedenen Gelegenheiten die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen einzukehren.